{"id":1388,"date":"2025-05-03T12:02:59","date_gmt":"2025-05-03T12:02:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.human-rights-iran.org\/hri\/?p=1388"},"modified":"2025-05-04T12:05:56","modified_gmt":"2025-05-04T12:05:56","slug":"gemeinsame-erklarung-zur-verheerenden-explosion-im-hafen-rajaee-bandar-abbas","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.human-rights-iran.org\/hri\/archives\/1388","title":{"rendered":"Gemeinsame Erkl\u00e4rung zur verheerenden Explosion im Hafen Rajaee \u2013 Bandar Abbas"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-image size-full\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"640\" height=\"320\" src=\"https:\/\/www.human-rights-iran.org\/hri\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kd_med_at_logo_new1.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1123\" srcset=\"https:\/\/www.human-rights-iran.org\/hri\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kd_med_at_logo_new1.jpg 640w, https:\/\/www.human-rights-iran.org\/hri\/wp-content\/uploads\/2024\/10\/kd_med_at_logo_new1-300x150.jpg 300w\" sizes=\"(max-width: 640px) 100vw, 640px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Wir, zwei iranische Menschenrechtsorganisationen mit Sitz in Wien, dr\u00fccken unsere tiefe Trauer und Emp\u00f6rung \u00fcber die t\u00f6dliche Explosion im Hafen von Rajaee (Bandar Abbas) aus, die bisher \u00fcber 70 Arbeiter das Leben gekostet und hunderte wehrlose B\u00fcrger verletzt hat. Wir verurteilen dieses Verbrechen, das eine eklatante Verletzung der Menschenw\u00fcrde, der Menschenrechte und der grundlegenden Arbeitsrechte darstellt, auf das Sch\u00e4rfste.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Explosion, die Ende April 2025 im gr\u00f6\u00dften Handelshafen Irans stattfand, war kein nat\u00fcrlicher Unfall, sondern die direkte Folge struktureller Inkompetenz, systemischer Korruption, mangelnder Arbeitssicherheit und repressiver Politik der Islamischen Republik Iran. Die Islamische Republik tr\u00e4gt als Hauptverantwortliche die direkte Schuld an einer Katastrophe, die erneut das Leben und die Existenz tausender Arbeiterfamilien bedroht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Arbeiter und Hafenmitarbeiter im Hafen Rajaee arbeiten unter prek\u00e4ren Bedingungen, meist ohne wirksame Versicherung, mit befristeten Vertr\u00e4gen und v\u00f6llig ohne Sicherheitsma\u00dfnahmen \u2013 lediglich um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Diese Katastrophe ist ein klarer Versto\u00df gegen internationales Arbeitsrecht, insbesondere gegen das Grundrecht auf eine sichere Arbeitsumgebung, wie es in den \u00dcbereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) betont wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch schlimmer als das Ungl\u00fcck selbst ist die Reaktion des Regimes: Vertuschung, Leugnung, Einsch\u00fcchterung von Medien sowie Druck auf Journalist:innen und Opferfamilien. Dieses Vorgehen stellt einen offenen Versto\u00df gegen Menschenrechte, Meinungsfreiheit und Prinzipien guter Regierungsf\u00fchrung dar. Schweigen, Leugnung und fehlende Rechenschaft versch\u00e4rfen das Leid und ebnen den Weg f\u00fcr weitere Katastrophen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fordern daher alle internationalen Menschenrechtsinstitutionen \u2013 darunter den UN-Menschenrechtsrat, die Internationale Arbeitsorganisation (ILO), globale Gewerkschaftsverb\u00e4nde, demokratische Regierungen sowie alle unabh\u00e4ngigen Gewerkschaften weltweit \u2013 auf:<\/p>\n\n\n\n<ul>\n<li>Diese Trag\u00f6die unmissverst\u00e4ndlich zu verurteilen und eine unabh\u00e4ngige, transparente und internationale Untersuchung zu fordern.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Islamische Republik Iran f\u00fcr ihre Verst\u00f6\u00dfe gegen fundamentale Menschen- und Arbeitsrechte sowie f\u00fcr ihre Vers\u00e4umnisse beim Schutz ihrer B\u00fcrger:innen zur Verantwortung zu ziehen.<\/li>\n\n\n\n<li>Den Hinterbliebenen rechtliche, finanzielle und psychologische Unterst\u00fctzung zu gew\u00e4hren und von der iranischen Regierung Entsch\u00e4digungen zu verlangen.<\/li>\n\n\n\n<li>Unabh\u00e4ngige und zivilgesellschaftliche Bem\u00fchungen zur Dokumentation, Aufkl\u00e4rung und juristischen Aufarbeitung dieser Katastrophe aktiv zu unterst\u00fctzen.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Stimmen der Arbeiter zum Schweigen zu bringen, die Wahrheit unter Zensur und Repression zu begraben und die Verantwortung auf \u00e4u\u00dfere Akteure abzuw\u00e4lzen, ist keine akzeptable Antwort auf eine Katastrophe dieses Ausma\u00dfes. Wir betonen die Dringlichkeit einer nationalen und internationalen Aufarbeitung im Namen der Opfer des Hafens Rajaee und warnen: Bleibt dieses Verbrechen unges\u00fchnt, wird es Nachahmung finden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mit Respekt und Solidarit\u00e4t mit den trauernden Familien und allen Betroffenen dieser Katastrophe,<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dr. Behrouz Bayat<br>Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran, \u00d6sterreich<\/p>\n\n\n\n<p>Prof. Dr. Siroos Mirzaei<br>Medical Professionals for Human Rights in Iran \u2013 Austria<\/p>\n\n\n\n<p>Wien- 2. Mai .2025<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wir, zwei iranische Menschenrechtsorganisationen mit Sitz in Wien, dr\u00fccken unsere tiefe Trauer und Emp\u00f6rung \u00fcber die t\u00f6dliche Explosion im Hafen von Rajaee (Bandar Abbas) aus, die bisher \u00fcber 70 Arbeiter das Leben gekostet und hunderte wehrlose B\u00fcrger verletzt hat. 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