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Drei Baha'í im Iran verhaftet

Die österreichische Baha'í-Gemeinde ist alarmiert über die Verhaftung von Anhängern der Baha'í-Religion im Iran und hat sich um Hilfe für deren Freilassung ans Außenministerium gewandt. In Schiras wurden drei junge iranische Bahá'í wegen ihres sozialen Engagements zu einer vierjährigen Haftstrafe verurteilt, teilt die Sprecherin der Baha'í-Gemeinde in Österreich, Ottilie Käfer, am Mittwoch mit.

Die drei Baha'í hatten gemeinsam mit rund 50 anderen Personen, darunter auch Moslems, ein von den Behörden gebilligtes soziales Bildungsprojekt für Kinder organisiert. Sie befinden sich in der Haftanstalt des iranischen Geheimdienstes in Schiras. Enge Familienangehörige dürfen die Inhaftierten einmal pro Woche besuchen. Der Besuch dürfe nur drei Minuten dauern, sagte die Bahaí-Sprecherin. Die Behörden werfen den drei Baha'í vor, dass sie bei diesem Sozialvorhaben indirekt ihren Glauben gelehrt hätten.

Die EU zeigt sich über die Verhaftung der drei Baha'í "ernsthaft besorgt" und hat sich diesbezüglich vor kurzem an Teheran gewandt. Das Außenamt in Washington hat in einer am 23. Jänner veröffentlichten Erklärung die iranische Regierung aufgefordert, alle Personen freizulassen, die ohne fairen Prozess inhaftiert sind, einschließlich der drei Baha'í. Amnesty International hat sich ebenfalls der drei in Schiras inhaftierten Baha'í angenommen, befürchtet deren Folter und Misshandlung und hat an den Iran für ihre Freilassung appelliert.

Die Baha'í, deren Glaube im 19. Jahrhundert von Baha'u'llah (1817-1892) gestiftet wurde, gelten im Iran als "Abtrünnige vom Islam". Seit der Gründung der Islamischen Republik 1979 werden die Baha'í verfolgt. Über 200 Gläubige wurden nach Angaben der österreichischen Baha'i-Gemeinde wegen ihrer Religion hingerichtet.

Quelle: APA





Quelle: www.kleinezeitung.at

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