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Menschenrechte/Nachrichten |
Freispruch für die Angeklagten der Zirkel-Morde von KirmanDer Oberste Gerichthof hat den Freispruch für die Täter der Zirkel-Morde(ein Begriff für Morde, die in kleinen Zirkeln von Menschen eigenmächtig beschlossen und exekutiert werden) von Kirman, die der Überzeugung waren, dass ihre Opfer, zwei Frauen und drei Männer, mahdour o'ldamm (das sind Personen, deren Blut zu vergießen nach Schria-Recht keinen Mord darstellen soll) bestätigt. Nach dem Bericht unseres Korrespondenten haben die Täter der Zirkel-Morde ihre Taten im September 2002 angefangen, die Morde zu verüben. Sie wurden im April 2003, nachdem sie an einem jungen Paar erneut einen Mord begangen hatten, verhaftet. Das erste Opfer dieser Bande war ein 19-jähriger Mann namens Mossib Afschari, der im September 2002 ermordet wurde. Die Täter haben in ihren Ausführungen zu diesem Verbrechen erklärt; " Mossib war im Emam-Khomeini-Platz der Stadt Kirman mit Rauschgiftverkauf beschäftigt.. Nachdem wir ihn als Dealer erkannt hatten, haben wir ihn einige Male gewarnt, er möge den Finger von dieser Arbeit lassen. Er hat unsere Warnungen ignoriert. Eines Tages haben wir ihn auf Befehl von Hamze(der erste Angeklagte) in einen Wagen gezerrt und in den Stadtteil Haftbagh gebracht. Dort hat Hamze seinem Kopf mit einem Stein einen Schlag versetzt und ihn in eine schwimmbadähnliche Grube geworfen. Dann hat jeder von uns ihm einen Stein auf den Kopf geworfen, aber Mossib war noch nicht tot. Hamze hat dann vorgeschlagen, es sei besser ihn lebendig zu begraben. Dann haben wir einen Graben ausgehoben und ihn hineingeworfen und mit Sand und Erde bedeckt und so haben wir ihn lebendig begraben." Die Angeklagten haben hinzugefügt: "Den zweiten Mord haben wir zwei Wochen nach dem Mord an Mossib begangen. Zuerst haben wir uns über Mohsen Kamali kundig gemacht. Er war moralisch verdorben. Daher haben wir ihn eines Tages ,als er sein Haus verließ, nach Haftbagh gebracht und haben wir ihn erdrosselt und seine Leiche dort begraben. Dann haben wir auf Befehl von Hamze die Handy und das Motorrad von Mohsen an uns gerissen, um sie für unsere Zwecke zu nutzen. Den dritten Mord haben wir einige Monate später begangen. Mordopfer war eine Frau namens Jamile, die ebenfalls im Handel mit Rauschgift verwickelt und moralisch verdorben war. Da diese Frau verheiratet war, haben wir sie nach der Entführung nicht erdrosselt, sondern haben wir einen Graben ausgehoben und sie gesteinigt. Danach haben wir ihre Leiche in die Wüsten um Kirman für die Tiere zum Fraß freigesetzt." Die Angeklagten haben in Fortsetzung ihrer Geständnisse weiter erläutert: "Es wurde uns gesagt, dass Mohammad-Reza Malayeri und Shohre Nikpour mit einander eine außereheliche Beziehung hätten. Daher haben wir sie während der Fahrt mit dem Peugeot von Mohammad–Reza ausfindig gemacht und sie auf der Strasse gestoppt. Danach habe wir sie nach Haftbagh gebracht, sie in die mit Wasser gefüllte Grube geworfen und ertränkt. Danach haben wir ihre Leichen ins Peugeot verfrachtet und in die Wüste gebracht und, nachdem wir sie aus dem Auto geworfen hatten , haben wir das Auto in Brand gesetzt und das Mobiltelefon von Mohammad-Reza mitgenommen. Wir wussten nicht, dass Shohre und Mohammad-Reza Ehepartner sind und dachten, dass sie eine außereheliche Beziehung pflegen." Die Untersuchungsbeamten haben ferner festgestellt, dass die Angeklagten ihre Opfer in einer grausamen Art und Weise ermordet haben. Sie sind darauf gestoßen, dass Hamze, der Anführer dieser Bande, Soldat ist und zusammen mit den anderen Tätern Mitgliedern einer Widerstandsbasis(eine paramilitärische Einheit) gewesen sind. Sie haben sich berechtigt gefühlt, zu entscheiden und beliebige Personen zu ermorden. Nachdem Mord an Shohre und Mohammad-Reza und Entdeckung deren verbrannten Leichen haben die Beamten das Mobiltelefon von Mohammad-Reza aufgespürt und herausgefunden, dass seine Handy bei Hamze ist. Daraufhin wurde Mohammad Hamze verhaftet. Er hat jedoch kein Geständnis abgelegt. Die Beamten forderten ihn auf, die Namen von 14 seiner Freunde bekanntzugeben. In weiteren Untersuchungen hat die Polizei festgestellt, dass er mit weiteren 5 Freunden eine enge Beziehung unterhalten hat. Nun hat die Polizei ihn mit speziellen Methoden verhört. Er hat gestanden, fünf Morde begangen zu haben. Die Beamten haben dann die anderen Mitglieder der Bande auch verhaftet. Nach dem Abschluss der Untersuchungen wurde das Dossier zur Abteilung 9 des Amtgerichtes in Kirman entsandt. Der Richter Amiri-Tabar hat gegen die Angeklagten Prozess geführt und sie abgeurteilt. Gemäß des Gerichtsentscheides wurde Hamze , der Anführer der Bandes wegen 4-fachen Mordes(Mossib Afshari, Mohsen Kamali, Jamile Esmaili, Shohre Nikpour) zum Tode durch Strang in der Öffentlichkeit und wegen des 6-fachen Menschenraubes(Mossib Afshari, Mohsen Kamali, Jamile Esmaili, Shohre Nikpour und Mohammad-Reza Nejad-Malayeri) zu 15 Jahren Gefängnis, wegen des Diebstahls deren Vermögen zu drei Jahren Gefängnis und 74 Peitschenhieben verurteilt. Ali der zweite Angeklagte wurde wegen vierfachen Mordes (Shohre, Jamile, Mohsen und Mohammad-Reza) zum vierfachen Tode, wegen des Menschenraubes zu 15 Jahren Gefängnis und wegen sittenwidriger Beziehung zu 99 Peitschenhiebe. Ebenfalls der 3. Angeklagte wurde wegen der Beteiligung am dreifachen Mord zum Tode durch Strang in der Öffentlichkeit und wegen des fünffachen Menschenraubes zu 15 Jahren Gefängnis und wegen des Diebstahls deren Vermögen zu drei Jahren Gefängnis und 74 Peitschenhieben verurteilt. Der vierte Angeklagte Mohammad wurde auch wegen des zweifachen Mordes zu Tode durch den Strang in der Öffentlichkeit, wegen des Diebstahls des Vermögens der Opfer zu drei Jahren Gefängnis und wegen des sechsfachen Menschenraubes zu 15 Jahren Gefängnis und Beziehung zu den dekadenten Frauen zu 99 Peitschenhieben verurteilt. Der fünfte Angeklagte wurde ebenso wegen der Beteiligung an einem Mordfall zum Tode durch den Strang in der Öffentlichkeit, wegen des Diebstahls des Vermögens der Opfer zu drei Jahren Gefängnis und der 6. Angeklagte wegen der Beteiligung an einem Fall Menschenraub zu 15 Jahren Gefängnis, wegen der Beteiligung an einem Mordfall zum Tode durch den Strang in der Öffentlichkeit und wegen unsittlicher Beziehung mit einem jungen Mädchen zu 99 Peitschenhieben verurteilt. Der Oberste Gerichtshof hat die Urteile aufgehoben. Die hohen Richter haben erklärt, da die Angeklagten überzeugt wären, dass die Opfer mahdour o'ldamm seien, dürften sie nicht wegen der Tötung der Opfer zum Tode verurteilt werden. So wurde das Dossier zu einer anderen gleichwertigen Abteilung des Amtgerichtes verwiesen. Das zweite Gericht hat den ersten und den zweiten Angeklagten wiederum zum Tode verurteilt und die restlichen Angeklagten wegen des Verzichtes der Angehörigen der Opfer auf eine Bestrafung der Täter freigesprochen. Das Dossier wurde ein zweites Mal zum Obersten Gericht entsandt, woraufhin es noch einmal das Urteil aufhob und zur Weiterbehandlung zu einer dritten gleichwertigen Abteilung des Amtgerichtes in Kirman zurückverwies. Der dritte Richter hat entsprechend der Einstellung des Obersten Gerichtshofes die Behauptung der Angeklagten , sie hätten aus der Überzeugung heraus gehandelt, dass die Opfer mahdour o'ldamm seien, stattgegeben und sie freigesprochen. Nun die Angehörigen der Opfer haben gegen das Urteil Einspruch eingelegt und das Dossier wurde noch einmal zum Obersten Gerichtshof entsandt. Der Oberste Gerichtshof hat den Einspruch der Angehörigen abgewiesen und somit wurde der Freispruch für die Zirkel-Mörder von Kirman bestätigt. Im Urteil der 31. Abteilung des obersten Gerichtshofes ist erwähnt: Mohammad Hamze (Abführer der Bande) Mohammad S, Mohammad, Changuiz S.und S J.seien vom Vorwurf des Mordes freigesprochen und der Einspruch der Angehörigen der Opfer sei nicht zulässig. Hinsichtlich öffentlichen Interesses sollten in den Fällen, in denen die Angehörigen einen Bestrafungsverzicht erklärt haben, den Prozess neu aufgerollt werden. Sollte für das Gericht die Überzeugung, die Opfer seien mahdour o 'ldamm nicht teilen, müsste das Amtsgericht seine Entscheidung bekanntgeben. Quelle: Die Zeitung Etemad (Teheran) |
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