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Medical Professionals for Human Rights in Iran – Austria.
Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran - Österreich.
Zur Situation der Iranischen Arbeiter
Sun 12 05 2019

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Den iranischen Arbeitern ist nunmehr seit 65 Jahren unter zwei Diktaturen ihr elementares, in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte verbrieftes Recht auf die Bildung ihrer unabhängigen Gewerkschaften verweigert worden.
Seit die islamische Republik vor 40 Jahren seine Herrschaft im Iran errichtet hat, hat es trotz der Bekundung, der wahre Verteidiger „der Entrechteten“ der Erde zu sein, die umfassende Unterdrückung der legitimen Forderungen eben dieser „Entrechteten“ Irans zu einer Maxime seiner Politik erhoben.
Die Wirtschaft des Landes beharrt seit Jahren im Zustand des geringen bis zum negativen Wachstums gepaart mit einer häufig zweistelligen Inflation.
Die Lage der Arbeiter ist besorgniserregend. Laut offizieller Statistik braucht eine iranische Durchschnittsfamilie mindestens umgerechnet 8,30-€ täglich, um ihre elementaren Bedürfnisse zu decken. Aber ein Gremium der islamischen Regierung, in dem die tatsächlichen Vertreter der Lohnabhängigen nicht vertreten sind, hat den täglichen Mindestlohn für dieses Jahr auf umgerechnet ca. 3,30 € festgesetzt. Hinzu kommt die Verstärkung der lähmenden Sanktionen durch die Trump-Administration, die die Situation der arbeitenden Menschen drastisch weiter verschlechtert haben. Seither hat der Wertverlust der iranischen Währung um ca. einen Faktor 3 eine Verteuerungswelle ins Rollen gebracht (ca. 40% Inflation), die auf das tägliche Leben der arbeitenden Menschen verheerend wirkt. Zur Illustration: Gesamter täglicher Mindestarbeitslohn reicht gerade für den Erwerb von o,4 kg Fleisch.
Nicht zuletzt hat diese miserable ökonomische Situation im Dezember 2017 zu einer landesweiten Erhebung der Bürger in 100 Städten geführt, die mit der geballten Macht des Regimes konfrontiert wurde. Trotzdem ist das Land danach nie mehr zur Ruhe gekommen. Es wurde täglich von Demonstrationen bzw. Streiks in verschiedenen Landesteilen berichtet: Im Jahre 2018 gab es 1700 Streiks- ca. 30% mehr als im Jahr zuvor.
Jeglicher Versuch zur Bildung von unabhängigen Gewerkschaften sowie Interessenvertretungen wird mit Brachialgewalt zerschlagen. Die aktiven Vertreter werden mit der Entlassung, Verhaftung, Folterung und Einkerkerung belegt.
So erging es zuletzt exemplarisch den folgenden Vertretern der unabhängigen Gewerkschaften:
• Drei Vertretern der Gewerkschaft der Zuckerfabrik von Haft-Tappe: Ali Nejati, Esmail Bakhshi und Frau Sepideh Gholian. Namentlich Esmail Bakhshi und Sepideh Gholian wurden verhaftet, unter Folter zur Aussage erpresst und dann freigelassen. Aber weil sie nach der Freilassung öffentlich von ihrer Folterung berichtet hatten, wurden sie erneut verhaftet und seither befinden sie sich im Kerker.
• Den Vertretern der Verkehrsbetriebe von Teheran: Davoud Razavi und Ebrahim Madadi
• Sechs Gewerkschaftlern von der metallverarbeitenden Firma Iran Mechanik: Fünf Aktivisten stehen im Süden Irans vor dem „Gericht“ und einer in Teheran.
• Dem Zentrum der Vereinigung der Teheraner Lehrer: Es wurde gestürmt und drei Aktivisten Abdi, Langroudi und Habibi wurden ins Gefängnis gesteckt.
In Anbetracht dieser katastrophalen Menschenrechtsituation der Lohnabhängigen im Iran möchten wir, das Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran, Österreich und Medical Professionals for Human Rights in Iran- Austria, anlässlich des 1. Mai 2019 die österreichischen Gewerkschaften sowie die Öffentlichkeit auf diese prekäre Lage aufmerksam machen.


Medical Professionals for Human Rights in Iran – Austria.
Vorsitzender: Med.-Rat Dr. A. Sadat-Gouché. Sprecher: Prof. Dr. Siroos Mirzaei

Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran - Österreich.
Dr. Behrooz Bayat




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Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran-Österreich
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