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Medical Professionals for Human Rights in Iran – Austria
Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran, Österreich
Unsere Stellungnahme
Wir verurteilen die Homophobe-Hetze aus dem Islamzentrum Iman Ali (izia) in Wien-Floridsdorf.
Sun 12 05 2019

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In mehreren YouTube-Videos thematisiert das Islamische Zentrum Iman Ali (izia) in Wien-Floridsdorf die vermeintliche Verkommenheit der westlichen Welt. In einem der Cartoons, die offensichtlich für Kinder als Zielgruppe gedacht ist, wird offen gegen Lesben und Schwule gehetzt. Unter dem Titel "Homosexualität bedeutet das Ende der Menschheit" fordert der 58-Sekunden-Spot mit einem Horrorszenario die Abschaffung der Ehe für alle.
Es besteht keine Zweifel daran, dass diese Aktion von der islamische Republik Iran gesteuert wurde. Homosexuelle Handlungen sind in der Islamischen Republik Iran verboten und gelten im Strafrecht als Delikte, für die die so genannten hadd-Strafen vorgesehen sind.
Die hadd-Strafen wegen Homosexualität (Iranisches Strafgesetzbuch, Kapitel ):
Art. 110 - Die hadd-Strafe für Homosexualität in der Form des Verkehrs ist die Todesstrafe. Die Tötungsart steht im Ermessen des religiösen Richters.
Art. 111 - Der homosexuelle Verkehr zieht dann die Todesstrafe nach sich, wenn der aktive und der passive Täter mündig und geistig gesund sind sowie aus freiem Willen gehandelt haben.
Diskriminierung gegen Lesben und Schwule in der Islamische Republik ist in Gesetzen verankert. Ein Beispiel ist der Ausschluss homosexueller Iraner vom Militärdienst, der von allen jungen iranischen Männern, die das 18. Lebensjahr erreicht haben, absolviert werden muss. Daraus folgt eine Diskriminierung am Arbeitsmarkt, da nach Ausschluss aus dem Militärdienst auf den Personalausweisen der Betroffenen ein Vermerk gemacht wird, der für alle potenziellen Arbeitgeber einsehbar ist. Darüber hinaus werden auch oftmals Menschenrechtsvertreter, die auf dem Gebiet der sexuellen Minderheiten tätig sind, oder andere, die sich für die Rechte sexueller Minderheiten im Iran einsetzen, der Gefährdung der nationalen Sicherheit bezichtigt.
Nach Angaben der iranischen Schwulenrechtsorganisation Homan wurden seit der Revolution 1979 über 4000 Schwule und Lesben im Iran ermordet. Bilder öffentlicher Hinrichtungen von zwei jungen Homosexuellen im Jahr 2005 gingen um die Welt und führten zu einem Aufschrei in der internationalen Gemeinschaft. Um eine Einmischung von außen zu beschränken, werden Hinrichtungen Homosexueller seither unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollzogen.
Die sind Gründe, warum viele schwule Iraner, ihre Heimat (mehr oder weniger) freiwillig verlassen oder aufgrund von Bedrohung ihres Lebens oder Wohlergehens die Flucht ergreifen.
Seit der Iranischen Revolution sind schon 40 Jahre vergangen. Diese Zeitspanne in der Geschichte des Iran ist die Geschichte von Menschenrechtsverletzungen und brutaler Unterdrückung.
Grundrechte der Menschen, wie die Versammlungsfreiheit, die Meinungsfreiheit sowie die Presse- und Medienfreiheit werden mit Füßen getreten.
Frauen werden gesteinigt, Schwule gehängt und politisch Oppositionelle gefoltert und ermordet.

Medical Professionals for Human Rights in Iran – Austria.
Vorsitzender: Med.-Rat Dr. A. Sadat-Gouché. Sprecher: Prof. Dr. Siroos Mirzaei

Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran - Österreich.
Dr. Behrooz Bayat



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Komitee zur Verteidigung der Menschenrechte im Iran-Österreich
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